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Meine Teilnahme an der interdisziplinären Summerschool "How to Innenstadt" (August 2025)
Die Veranstaltung wurde initiert in Zusammenarbeit der TH Köln, dem Kulturraummanagement der Stadt Köln, KölnBusiness, ehret+klein, Baukultur NRW, Studio Quack, David Nil Morsi, Lisa Alice Klosterkötter
Wie können Kunst und Kultur zur Transformation der Kölner Innenstadt beitragen und wie kann kuratorische Praxis neue Perspektiven für Rückseiten, Leerstand und zentrale Stadträume eröffnen? Kann sie so zu einem wirksamen Instrument der Stadtentwicklung und Innenstadttransformation werden? Diese Fragen wurde im Rahmen der Summerschool "How to Innenstadt" bearbeitet und diskutiert.
Innerhalb der Summerschool haben wir in verschiedenen Gruppen den Innenstadtbereich analysiert und diskutiert. Mit den Teilnehmenden aus verschieden Fachbereichen gab es dazu interessante und neue Sichtweisen rund um das Thema.
Meine Erkenntnisse
Die derzeitige Situation der Kölner Innenstadt mit ihren Leerständen, insbesondere auf der beliebten Hohe Straße, wurde für mich deutlicher. Das veränderte Konsumverhalten, Investoren, die nur verzögert reagieren, weil sie auf größere wirtschaftliche Chancen warten sowie veraltete Nutzungskonzepte verschärfen die Situation. Die Politik könnte dem beispielsweise mit mehr Transparenz oder einer Reform der Grundsteuer entgegenwirken. Innenstädte müssen sich zu multifunktionalen Orten entwickeln, die Kultur, Wohnen, Gemeinschaft und Einzelhandel miteinander verbinden.
Vor allem hat sich für mich bestätigt, welche Kraft kurzfristige Interventionen im Bereich von Kunst und Kultur haben kann. Unsere Analyse des Innenstadtbereichs eröffnete mir eine neue Sichtweise auf ein Gebiet, das ich zuvor nicht in dieser Form wahrgenommen hatte. Ein wichtiges Instrument dafür war die Methode des Gegenkartierens.
Konkret konnte ich folgende Erfahrungen sammeln:
Die Methode der Gegenkartierung, also des kritischen Kartierens aus einer subjektiven Wahrnehmung heraus, ermöglicht es uns, räumliche Kriterien zu sammeln und neu zu betrachten. Kunst und Kultur spielen eine wichtige Rolle um vermeintliche „Unorte“ sichtbar machen und zur Reflexion anregen können. Sowohl die Auseinandersetzung mit dem Raum selbst als auch mit seinen Nutzer:innen lässt sich durch künstlerische und kulturelle Interventionen fördern. Dadurch werden Bewusstsein und Wahrnehmungsebene geschärft, da die Interaktion mit dem Raum neue Perspektiven eröffnet. Für mich persönlich war dieser Ansatz besonders bereichernd, da er eine neue Verbindung von theoretischer Auseinandersetzung und aktiver Beteiligung im öffentlichen Raum herstellt, wobei Kunst als Werkzeug dient. So konnte ich das Gefüge der Hohe Straße und ihrer Umgebung deutlich besser verstehen.
Unsere Interventionen sowie jene der Künstler:innen schafften es, über Emotionen eine Form der Identifikation herzustellen. Dazu gehörten Aufforderungen, überraschende Momente, Diskussionen, aber auch Ablehnung und Gegenstimmen. All diese Interaktionen führten dennoch zu einem spürbaren Interesse am Thema. Das betrachte ich als Erfolg einer bewusst kurzfristig angelegten Intervention, da dadurch neue Impulse bei allen Beteiligten gesetzt wurden.



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